Zufluss Langwasserbach
Seit der Aufstauung des
Dutzendteichs zwischen 1330 und 1337 ist der Langwasserbach Wasserlieferant des
Dutzendteichs. Bis 1496, dem Zeitpunkt der Umleitung des Fischbachs, war der
Langwasserbach auch der wichtigste Zufluss. Der Neuselsbrunngraben (siehe Punkt
10) führte weitaus weniger Wasser mit sich.
Der Zufluss des
Langwasserbachs ist mit einem Wehr regulierbar. Nach der Teilung des
Dutzendteichs durch den Bau der Großen Straße (1935) diente das Wasser des
Langwasserbachs auch zur Füllung des Kleinen Dutzendteich. Über
eine Steuerungseinrichtung, der sog. Campingschütze, kann
deshalb die Wasserverteilung geregelt werden.
Trotzdem wird der Bachlauf
auch heute noch von einem naturnahen Traubenkirschen-Erlen-Auwald begleitet.
Unter den schnell wachsenden Baumarten kann man bekannte Pflanzen entdecken: den
Giersch und die Brennnessel. Beide haben ihre Heimat in den nährstoffreichen
Auwäldern.
An den Bäumen um den
Einfluss hängen flache, rechteckige Fledermauskästen. Sie unterstreichen die
Bedeutung des Areals als Lebensraum für die fliegenden Säugetiere. Fledermäuse
schlafen tagsüber in Baumhöhlen und manche Arten, wie die daumengroßen
Zwergfledermäuse ziehen darin auch ihre Jungen groß. Für diese Art dienen
derartige Kästen auch als Hilfe, wenn Baumhöhlen fehlen.