2. April bis 3. Juli: Jede Woche ein Film - mittwochs um 19.30 Uhr im E - Werk, donnerstags um 19.30 Uhr in der VHS
Eine Initiative der "diegesellschafter.de". In Zusammenarbeit mit dem E-Werk Erlangen und der Volkshochschule Erlangen
13 Filme präsentieren ein vielschichtiges Panorama von vergangenen und gegenwärtigen Utopien und Weltentwürfen. Sie zeigen Bedingungen, unter denen sich Veränderungen vollziehen, und lassen Menschen zu Wort kommen, die über ihre Motive, ihre Ziele, ihre Erfolge und auch ihr Scheitern erzählen.
Vor wenigen Jahren noch verpönt als Ausdruck radikaler Gesinnung erlebt der Begriff 'Kapitalismus' eine Renaissance, um die zunehmend auch in Deutschland spürbaren Auswirkungen der sogenannten Globalisierung zu bezeichnen. Das zentrale Werk zum Verständnis des Kapitalismus hat Karl Marx geschrieben. Was heißt bei Marx ‚Kapitalismus', was sind die zentralen Aussagen seiner Kritik der politischen Ökonomie, wo wurde er bewusst oder unbewusst falsch verstanden und was an seiner Analyse ist hilfreich zum Verständnis der aktuellen Entwicklungen? Wer also schon immer mal wissen wollte, was Marx tatsächlich zu sagen hatte, ist in diesem Seminar genau richtig. Aber auch Menschen, die sich bereits intensiver mit ihm beschäftigt haben, werden durchaus Neues erfahren können.
Der Referent Dr. Michael Heinrich ist Politologe, Mathematiker und Autor (u.a. ‚Kritik der politischen Ökonomie', Schmetterling Verlag) und lebt in Berlin.
Nach der erfolgreichen Ausstellung "Labyrinth Fluchtweg", die wir 1996 in Erlangen
gezeigt haben folgt nun "CLANDESTINO ILLEGAL". Eine wichtige Fortsetzung zu diesem
Thema gerade richtig, um einen Kontrapunkt
zu setzen zum 1000- jährigen Stadtjubiläum mit seinen "Events" und
der Spaßkultur unserer heutigen Gesellschaft.
Erlangen die Stadt - Offen aus Tradition - hat sich ja bekanntermaßen
auch des interkulturellen Miteinanders verschrieben. Diese neue ungewöhnliche
Ausstellung, die schon in vielen deutschen Städten gezeigt wurde, ist auch
ein Signal gegen die teilweise noch vorherrschende Meinung Deutschland wäre
kein Einwanderungsland.
Miteinander leben heißt auch von einander wissen, interkulturelle Bildungsarbeit
leistet hier eine wichtigen Beitrag, um sich den Anderen – Fremden vorbehaltsloser
anzunähern und sich zu öffnen für eine globale Migration, die
komplex und in ihrer weltweiten Verkettung durch die fortschreitende Globalisierung
zum Alltag einer jeden Stadt mit seinen ausländischen Mitbürgern sein
wird.
siehe hierzu auch: Plakataktion des Dritte Welt Laden Erlangen
1964 in Khartoum geboren, zog Leila Aboulela 1987 nach Großbritannien,
um an der London School of Economics Statistik zu studieren. Anschließend
lehrte sie am College of Further Education und an der Universität von Aberdeen
(Schottland), wo sie auch zu schreiben begann. Im Jahr 2000 zog sie mit ihrer
Familie nach Indonesien.
Mit ihrem Werk will Leila Aboulela die Schwierigkeiten interkultureller Begegnungen aufzeigen und etwas gegen das generalisierte islamische Feindbild und den sich verbreitenden Afrikapessimismus zu unternehmen. Sie wirbt um Verständnis zwischen den Religionen und schildert die inneren Spannungen, denen Menschen im Exil vielfach ausgesetzt sind und fordert Respekt und Verständnis statt Samthandschuhe und Pseudotoleranz.
Im Jahr 2000 wurde die kosmopolitische muslimische Autorin für ihre Kurzgeschichte "The Museum" mit dem ersten Caine-Preis für afrikanische Literatur ausgezeichnet. Die prämierte Erzählung entstand noch während der Niederschrift des Romans "Die Übersetzerin". Beide Texte schreiben sich ein in die Tradition des in Worte gefassten "Kulturschocks"; Nord trifft auf Süd, Europa auf Afrika, Christentum auf Islam. Die Übersetzerin ist die in klarer poetischer Sprache erzählte Geschichte einer religiösen, kulturellen und persönlich-emotionalen Annäherung. Ein schottischer Politologe und Islamwissenschaftler verliebt sich in eine sudanesische Übersetzerin, die zwar seine Gefühle durchaus erwidert, jedoch gläubige Muslimin ist und ihn daher nur heiraten kann, wenn er zum Islam konvertiert.
"Das Museum" in: Vera, Yvonne (Hg.); Black Women. Neue Literatur aus Afrika,
Lamuv Verlag, Göttingen, 2002
"Die Übersetzerin", aus dem Englischen und mit einem Nachwort von Jutta
Himmelreich, Lamuv Verlag, Göttingen 2001
"Der Seel Raum geben", Erzählungen aus dem Englischen von Jutta Himmelreich,
Lamuv Verlag, Göttingen 2002
Wie alle großen Bekleidungsunternehmen lassen auch die Sportartikelhersteller
dort produzieren, wo es am wenigsten kostet. Daß dabei oftmals Arbeits-
und Menschenrechte mit Füßen getreten werden, ist nicht zuletzt Folge
ihrer Preisdrückerei. Beim Adidas-Zulieferer Tainan in Indonesien verdienen
die ArbeiterInnen 1,50 DM pro Tag – dafür müssen sie 80 Stunden
pro Woche schuften... Gleichzeitig investieren Adidas, Nike und Co. Milliarden
in die Werbung hier in den Industrieländern. Im Falle von Adidas waren
es alleine 1997/98 1,3 Milliarden Mark.
Mit der Aktion Fit for Fair haben wir das saubere Image der Sportartikler
angekratz und sie versucht sie dazu zu bewegen, den Verhaltenskodex der Kampagne zu unterzeichen.
Damit verpflichtet sich ein Unternehmen, die wichtigsten Vorschriften der Internationalen
Arbeitsorganisation einzuhalten, Löhne zu zahlen, die die Lebenshaltungskosten
decken und dies alles von einer unabhängigen Einrichtung überwachen
zu lassen.
Und unsere Erfolgschancen dabei stehen nicht schlecht: Denn nichts fürchten Adidas & Co. so sehr, wie ihr positives Ansehen zu verlieren: Schlechtes Image - schlechte Einnahmen...