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Rassebeschreibung
Äußeres Erscheinungsbild
Der Aussie ist ein mittelgroßer Hütehund, das heißt Rüden haben eine Höhe zwischen 51 und 58,5 cm und Hündinnen sind etwas kleiner, sie haben eine Höhe zwischen 46 und 54 cm. Das Gewicht liegt zwischen 16 und 28 kg.
Rüden sind von kräftiger Statur mit mittellangem Fell und dichter Unterwolle.
Hündinnen sind eher zierlich und vor allem im Brustbereich mit etwas kürzerem Fell.
Sein Gebäude ist etwas länger als hoch und der Knochenbau ist durchschnittlich.
Der Kopf des Aussies ist wohlgeformt und kräftig und steht in guter Proportion zum Körper.
Die Ohren können unterschiedlich hoch seitlich am Kopf sitzen. Es gibt Variationen von leicht herabhängend bis zu Stehkippohren. Jagdhundtypische Hängeohren und Stehohren sind Fehler.
Das Fell des Aussies ist mittellang, weich und glänzend. Es ist glatt oder leicht gewellt, aber nicht lockig. Es ist ausgesprochen pflegeleicht und witterungsfest
Es gibt zwei Grundfarben, schwarz (black) und rot (red).
Die Merle-Färbungen blue merle (schwarz als Grundfarbe mit den typischen Aufhellungen) und red merle (rot als Grundfarbe mit den typischen Aufhellungen) sind. genetische Veränderungen der jeweiligen Grundfarbe.
Dazu kommen noch weiße (white) und kupferfarbene(copper) Abzeichen (trim) im Kopf und Brustbereich.
Es gibt also 16 Farbvariationen
Black red blue merle red merle ganz ohne Abzeichen
Black c red c blue merle c red merle c mit kupferfarbenen Abzeichen
Black w red w blue merle w red merle w mit weißen Abzeichen
black w/c red w/c blue merle w/c red merle w/c mit weißen und kupferfarbenen Abzeichen
Einen schwarzen oder roten Aussie ohne Abzeichen nennt man solid black oder solid red
Einen schwarzen oder roten Aussie mit weißen oder kupferfarbenen Abzeichen nennt man black bi oder red bi.
Einen schwarzen oder roten Aussie mit weißen und kupferfarbenen Abzeichen nennt man black tri oder red tri.
Bei merle Hunden verwendet man diese Bezeichnungen nicht. Sie werden immer nur blue merle w bzw blue merle w/c bezeichnet.
Man sieht schon es gibt eine außerordentliche Farbvielfalt, durch die verschiedenen Abzeichen und unterschiedlichen merle-Zeichnungen ist jeder Aussie ein Unikat.
Die Augenfarben des Aussies sind - brown (bernstein bis dunkelbraun) vor allem bei black und blue merle
- amber (gelb bis grün) vor allem bei red und red merle
- blue ( wasser bis himmelblau) vor allem bei blue merle und red merle selten bei black und red
Oft haben Aussies zwei verschieden farbige Augen vor allem merles z B. ein Auge blau und ein Auge braun,.auch zweifarbige Augen sind möglich, das nennt man dann flecked oder marbled eyes.
Augenlider, Nase und Lippen sind bei black und blue merles schwarz pigmentiert und bei red und red merles leberfarben (braun) pigmentiert.
Laut US- Rassestandard hat der Aussie eine kupierte (docked) oder angeborene Stummelrute (natural bobtail = NBT).
In Deutschland ist seit 1.6.98 das Rutenkupieren laut Tierschutzgesetz verboten,deshalb läßt man in Deutschland die Rute natürlich lang (was meiner Meinung nach auch viel schöner aussieht)
Durch vor 1998 kupierte Hunde, US-Importe und Natural bobtails sieht man deshalb in Deutschland Aussies mit den verschiedensten Rutenlängen, aber zum Glück überwiegend lang.
Der Aussie hat eine relativ hohe Lebenserwartung, er wird ca. 12-15 Jahre alt oder sogar noch älter.und ist ein gesunder, robuster und widerstandsfähiger Hund.
Damit dies auch in Zukunft so bleibt sollten sie darauf achten, wenn sie sich einen Aussiewelpen anschaffen möchten, daß die Elterntiere ihres Welpen frei von HD (Hüftgelenksdysplasie) sind, einer jährlichen Augenuntersuchung auf PRA und andere Augenerkarankungen unterzogen werden und ein vollständiges Scherengebiß aufweisen können.
Lassen sie sich die Untersuchungsunterlagen vom Züchter zeigen.
Merle x Merle und NBT x NBT .Verpaarungen sind in Deutschland verboten, weil es dabei zu schweren genetischen Defekten kommen kann.
Zum Merle Faktor
Merle ist eine genetische Variation, es bewirkt eine Verdünnung der Grundfarbe Schwarz oder Rot, der Hund scheint marmoriert.
Bei Schwarz ergibt sich ein Muster aus schwarzen und grauen Flecken in verschiedener Größe. Der Grauton reicht von hellem Silber bis hin zu dunklem Grau.
Bei Rot ergibt sich ein Muster aus roten und beigen Flecken. Der Beigeton reicht von hellem Elfenbein bis hin zu dunklem Braun.
Das Merlegen ist ein dominantes Gen, d.h. es setzt sich immer durch, jeder Hund der das Merlegen trägt ist auch ein merle, manchmal auch nur an einer kleinen Stelle,
Kommt das Merle Gen bei einem Hund nur einmal vor ,es liegt also in heterozygoter Form vor d.h. Mm (großes M steht für Merle-Faktor, kleines m steht für Einfarbigkeit) gibt es keine gesundheitlichen Probleme.
Verpaart man jedoch merle (Mm) x merle (Mm) kann es zu MM (also zwei Merlegenen kommen).
Liegt das Merlegen in homozygoter Form MM vor, kann es zu schweren genetischen Defekten kommen, hauptsächlich Taubheit und Blindheit und Gleichgwichtsstörungen.
Einen homozygoten Merle Hund erkennt man an der überwiegend weißen Färbung.
Leider werden in Amerika immer noch Merle x Merle Anpaarungen gemacht, man nimmt also kranke oder nicht lebensfähige Welpen in Kauf um möglichst viele Merle Hunde zu bekommen.
Inzwischen teilt sich die Aussiezucht in 2 Lager. Zum einen die Arbeitshunde, die überwiegend noch aktiv hüten.und zum anderen die Show Ausies, bei denen die Schönheit im Vordergrund steht. Bei den Arbeitslinien wird mehr auf Leistung selektiert und nicht so stark auf optische Aspekte geachtet.Sie sind meist aktiver und aufgeweckter als die meisten Show Ausies. Die Showaussies sind meist kräftiger man sagt sie haben mehr Knochen, dadurch sind sie weniger wendig und beweglich.
Wenn sie sich noch weiter informieren möchten:
Bücher über den Aussie:
“Der Australian Shepherd” von Ulrich Börner Kierdorf Verlag
“Der Australian Shepherd” von Angela Seidel Cadmos Verlag
“Der Australian Shepherd - Intelligenz auf vier Pfoten” von Ilse Pelz Oertel & Spörer Verlag
“All About Aussies” von Jeanne Joy Hartnagle nur in Englischer Sprache
Internetseiten über den Aussie siehe Links
Bücher über Genetik für besonders Interessierte
“Praktische Genetik für Hundezüchter” von Dr. Friedmar Krautwurst Kynos Verlag
“Vererbung beim Hund” von Inge Hansen Müller Rüschlikon Verlag
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