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Vereinsmeisterschaft 2009 am 30. April 2009

Der 30. April 2009 war der Tag, an dem das Event in der Badminton-Abteilung steigen sollte. Es begann völlig überraschend mit einer nicht enden wollenden Kette an E-Mail-Antworten an die Präsidentin auf ihre Einladung zur Vereinsmeisterschaft hin. "Ich komme und bringe ... mit", so der Standardtext. [Anm.: Ich vermute, in dieser E-Mail muss ein homöopathisches Zaubermittel drin gewesen sein. Bei anderen E-Mails in der Vereinsrunde klappt das jedenfalls nicht so gut.]

Die Resonanz war so überwältigend, dass wir schon im Vorfeld die Trainingsstunden damit verbrachten, darüber zu sinnieren, was unser Büffet noch am optimalsten komplettieren könnte. Kompletter wäre am Ende kaum gegangen: Die zahlreichen Teilnehmer machten Court 4 zu einer "Fressmeile". An den vielen kleinen, schmackhaften Häppchen konnte man sich den ganzen Abend lang laben.

Doch nun zurück zum Sport. Selten war unsere Halle so voll: Der Großteil der ersten Mannschaft war anwesend, und die zweite Mannschaft sogar vollständig, inklusive der meisten Ersatzspieler. 17 Spieler galt es in einem sinnvollen Spielmodus unterzubringen – kein leichtes Unterfangen. Holger gelang das aber wirklich sehr gut. 16 Spieler ließen sich recht gut in zwei Spielklassen einteilen – eine stärkere und eine schwächere. Zwei Spieler mussten sich also am Ende einen Spielplatz teilen. Dafür gilt beiden besonderer Dank, denn nur so ging alles wunderbar auf!

Nun sollte jeder Spieler der "Klasse A" einmal mit jedem Spieler der "Klasse B" zusammen ein Doppel gegen ausgeloste Gegner spielen. Daraus ergaben sich 40 Spiele, die wir zunächst jeweils bis 11 und mit zwei Gewinnsätzen spielten (ohne Verlängerung, also ohne den üblichen Punktabstand der Gewinnseite). Diese Spielweise war für alle ungewohnt, und für Fehler wurde man sofort und sehr spürbar bestraft. Dennoch ergaben sich spannende Begegnungen, in denen sich so mancher Satz erst beim 10:10 entschied. Später, etwa nach der Hälfte, reduzierte unser Sportwart und Spielleiter Holger noch einmal auf 9 Punkte für einen Satzgewinn. Zu manchen Teilnehmern drang diese Änderung allerdings erst überraschend beim Satzverlust durch...

Die ersten Begegnungen wurden ausgelost, den Rest machte das ausgeklügelte "Meisterschaftsprogramm"

An diesen getöteten Ball kommt gleich keiner mehr dran – ein Erfolgsrezept zum Sieg (vor allem, wenn man jemanden wie den Chris hinter sich hat, der die Laufarbeit macht ;-)).

Der Abend wurde sehr lang! Nach zwei Stunden und vielleicht einem ersten Bierchen oder Prosecco boten manche Spieler grandiose Show-Einlagen – oder neue Spielstrategien?

Der "Allradantrieb" hat sich – trotz ausgeprägtem Ausfallschritt – nicht bewährt.

Überhaupt ist es wohl doch keine so gute Idee, sich allzu tief zu "ducken".

Hier sieht man ganz deutlich was dann passiert: Man wird mit der Zeit ganz bucklig!
(Oder suchen die beiden etwa den Ball?)

Wenn gar nichts mehr geht, um hochzukommen, heißt es: Gewicht reduzieren, zur Not auch indem man den Schläger einfach mal wegschmeißt.

Wer soviel Energie verbrennt, muss auch nachtanken – die mobile "Tanke" am Spielfeldrand macht's möglich, auch wenn man dafür eine gewisse Fingerfertigkeit braucht. [Anm.: Wo Diesel draufsteht, ist nicht immer Diesel drin!]

Die diesjährige Vereinsmeisterschaft war nicht nur wegen der sportlichen Kuriositäten so herausragend, sondern auch, weil es ein Turnier "der Jugend" war. Für alle Leser unter 25 klingt das wahrscheinlich fürchterlich altmodisch, aber lasst euch gesagt sein: ohne euch hätten wir anderen uns an diesem Abend viel älter gefühlt. Irgendwann werdet ihr das verstehen. "Hier und heute" aber habt ihr gekämpft, als gäb's kein Morgen, und euer Einsatz wurde belohnt.

Mit Sven konnten alle auch einen wichtigen Neuzugang im Verein kennen lernen, der die zweite Mannschaft ab der nächsten Saison hoffentlich unterstützt und die Gegner das Fürchten lehrt.

Dreimal U25, darunter der Vereinsmeister Christoph (links) und der jüngste (und zweifellos größte) Teilnehmer (Dimitrij, Mitte), dem es als einzigem Spieler gelang, alle Doppel als Sieger zu beenden.

Auch die nicht mehr ganz so jungen Spieler verteidigten sich wacker, denn in vielen Begegnungen regierte die Devise: immer feste auf den Schwächeren. ("Ey, vier Spiele in Folge, und die spielen alle bloß auf mich! Aber des is mer fei worscht.")

Manche Spieler hatten dank ihrer anwesenden Partner wenigstens gleich den passenden Physiotherapeuten im Publikum, um sich zwischen den Spielen hochpäppeln zu lassen oder wenigstens etwas anlehnen zu können.

Große Verletzungen gab es übrigens keine, deshalb bekam eine Spielerin auch mal ein Pflasterchen einfach so um den Finger gewickelt, um noch besser schmettern zu können. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Einen solchen Wirbelwind kann nichts schrecken. Wenn man dauernd angespielt wird, hat man ja auch mehr vom Spiel...

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Mit solchen Smashs, die auch nach vier Stunden Doppel im (Einzel-)Finale noch hart und präzise kommen, zwingt man jeden Gegner in die Knie, sogar einen amtierenden Vereinsmeister.

Verdiente Meister 2009: Christoph und Anja.
Herzlichen Glückwunsch!

Egal, ob unsere Meisterschaft nun eine "echte" Vereinsmeisterschaft war oder – wegen dem unkonventionellen Spielmodus - "nur" ein Schleifchenturnier: die Stimmung war schon lange nicht mehr so gut, und die Teilnehmer so zahlreich wie selten zuvor. Alle haben ihren Teil dazu getan, dass dieser Abend ein so gelungener wurde. Vielen Dank also von allen an alle, für alles, und auch (last but not least) an die Zuschauer, die verständlicherweise nicht so zahlreich waren. Ihr Erscheinen war aber umso erfreulicher.

Alle Teilnehmer der Vereinsmeisterschaft 2009.