Fußgängerüberwegbeleuchtung

An Fußgängerüberwegen, auch Zebrastreifen im Volksmund genannt, (siehe auch Verkehrszeichen 293 StVO) hat der Fußgänger Vorrang. Der Fahrzeugführer muß halten, wenn der Fußgänger deutlich macht, daß er die Straße überqueren will. Aus der Vorrangstellung des Fußgängers folgt die Verpflichtung zur Beleuchtung des Überweges mit seinen angrenzenden Bereichen, in denen sich der Fußgänger aufhält, bevor er die Fahrbahn betritt. Die DIN 67523 „Beleuchtung von Fußgängerüberwegen mit Zusatzbeleuchtung" trägt den Vermerk „Im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Verkehr" und hat daher den Charakter einer Verordnung.
Die Richtlinie unterscheidet die Beleuchtung des Überweges durch allgemeine Straßenbeleuchtung oder durch besondere Beleuchtung. Hat die Straßenbeleuchtung eine Leuchtdichte von L = 2 cd/m2, eine Gleichmäßigkeit von Ui = 0,7 bei einer Blendungsbegrenzung KB = 1, kann diese als wahrnehmungssicher betrachtet werden (Negativkontrast). Erfüllt die allgemeine Straßenbeleuchtung dagegen die genannten Bedingungen nicht, muß eine besondere Beleuchtung installiert werden (siehe Bilder unten). Die mittlere vertikale Beleuchtungsstärke auf der Mittelachse des Überweges in 1 m Höhe gemessen, muß dann mindestens 40 lx betragen (Positivkontrast). Das bedeutet, daß die Zusatzbeleuchtung eingeschaltet werden muß, wenn dieser Wert unterschritten wird. Stimmt der Schaltzeitpunkt nicht mit dem der allgemeinen Straßenbeleuchtung überein, wird eine separate Schaltung erforderlich.
Zusätzlich wurden vom Bundesminister für Verkehr „Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 84)" erlassen. Bestehende Anlagen, die nicht nach den genannten Richtlinien errichtet wurden, können belassen werden, wenn sich keine besonderen Gefahrensituationen ergeben. Die Entscheidung liegt bei der zuständigen kommunalen Behörde.
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Hersteller von Fußgängerüberwegleuchten:  z.B.  Fa. Dambach, Fa.  we-ef, Hellux,