Mit dem Fahrrad erkunden wir die landschaftlich reizvolle Landschaft des Schnaittachtales. Gut erhaltene Burgen und Herrensitze zeugen von der bewegten Geschichte. Das jüdische Museum in Schnaittach gibt Einblicke in die lange Tradition der jüdischen Landgemeinden. Gastliche Wirtschaften am Rande des Weges laden zur wohlverdienten Pause. Die Strecke von Gräfenberg bis Lauf ist ca. 27 Kilometer lang. Bei gemütlicher Fahrt jedoch ohne Pausen veranschlagt man dazu etwa 1 h 30 Minuten. Der gesamte Weg ist mit dem blauen Logo des Lauf-Gräfenberg-Radweges versehen. Zur Rückfahrt kann man ab Lauf die S-Bahn (Bahnhof links) nach Nürnberg benutzen oder das letzte Stück auf dem Fünf-Flüsse-Radweg (ca. 15 km) zurücklegen.
Mit der Gräfenberg-Bahn können Radler aus dem Bereich der Stadt Nürnberg der Topographie ein Schnippchen schlagen. Wer in Gräfenberg anfängt, fährt meistens bergab und kann sich kräftesparend den Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke widmen. Aber auch in der Gegenrichtung stellen sich einem geübten Radler keine unüberwindbaren Hindernisse. Diese Beschreibung beginnt in Gräfenberg und endet in Lauf.
Wir verlassen den Zug am Bahnhof in Gräfenberg. Auf der Bahnhofstraße gegenüber wenden wir uns nach links und fahren bergauf. Wir bleiben auf der Straße, bis diese oben angekommen ist und auf eine Einmündung trifft. Ein kurzes Stück nach rechts und gleich danach wieder rechts in einen verkehrsberuhigten Bereich hinein. Wir folgen dem Straßenzug und gelangen auf den Marktplatz. Unser Weg führt hier geradeaus die Bayreuther Straße entlang und gleich wieder durch das Stadttor hinaus.
Wir folgen der Straße bis wir an der auffälligen Kunigundenlinde nach links in eine kleine Seitenstraße geschickt werden. An einem Weiher biegen wir nach rechts ab und erreichen die Bundesstraße 2. Wir queren und fahren hinter der Tankstelle die Sollenberger Straße bergaufwärts. An einer Einmündung werden wir nach links weiter nach oben geschickt. Bald schon ist es geschafft. Links von uns klafft ein großer Steinbruch. Der Feldweg mündet wenig später an einer Kurve in eine Straße. Rechts vor uns sehen wir Sollenberg, wir wenden uns hier aber nach links und fahren auf der Straße ein kurzes Stück bergab.
Vor einem Waldstück mündet von rechts ein Feldweg ein, in dem wir einbiegen. Wir folgen ihn bis er am Ende des Waldes an einem anderen Schotterweg endet. Hier biegen wir rechts und nach einigen Metern gleich wieder links ab. Wir bleiben jetzt auf dem Feldweg ,der immer geradeaus an einem landwirtschaftlichen Naturlehrpfad vorbeiführt, bis er schließlich in ein Asphaltsträßchen einmündet. Der Straße folgen wir nach rechts und fahren auf den Ort Lilling (4,97 km) zu. In der Ortsmitte biegen wir nach links in die Straße nach Erlastrut (6,92 km) ab.
Hier geht es geradeaus durch bis zur Einmündung in die Staatsstraße Simmelsdorf - Hiltpoltstein. Die Staatsstraße fahren wir ein kurzes Stück in Richtung Simmelsdorf, um dann an der ersten Abzweigung nach links in Richtung Winterstein abzubiegen.
Winterstein (8,83 km) verlassen wir auf der Hauptstraße. Nach etwa zwei Kilometer stoßen wir auf eine Einmündung nach rechts mit den Wegweisern "Simmelsdorf, Hüttenbach". Hier biegen wir ab. Zunächst passieren wir eine Dreieckseinmündung und genießen die weiten Blick über das Oberland. Abwärts mit starken Gefälle fahren wir weiter. Der Fichtenberg läßt uns rasch auf den Ort Hüttenbach (13,0 km) zufahren. Am Ortseingang sollten wir aber rechts auf ein Gebäude achten, dessen Besitzer es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, sein Haus mit Windrädern aus alten Autoteilen zu verschönern.
Im Ort mündet die Fichtenbergstraße in die Staatsstraße. Wir fahren wieder in Richtung Simmelsdorf, Schnaittach. Rechts lugt das im Privatbesitz befindliche Schloß Hüttenbach hervor. Am Ortsende von Hüttenbach können wir einen Weg auf der linken Seite der Straße benutzen, er endet aber schon wieder nach wenigen hundert Meter vor der Ortstafel Simmelsdorf. Routinierte Radler bleiben am besten gleich auf der Fahrbahn.
Nach links blicken wir bergan auf die Kirche am Bühl. Wer zur Kirche hinauf möchte, muss zwischen den Orten Simmelsdorf und Hüttenbach auf die steil bergauf führende Ortsstraße nach Bühl abbiegen.
In Simmelsdorf (13,0 km) können wir bei der Metzgerei rechts zum Schloß abbiegen. Das Tucherschloß kann leider nicht besichtigt werden, ein Blick durch das meist offene Tor lohnt den kleinen Haken.
Wir können am Schloßeingang gleich wieder links weiterfahren. Bei einer Bäckerei erreichen wir wieder die Hauptstraße. Am Zaun des Schlosses entlang können wir noch manchen Blick auf das herrschaftliche Anwesen werfen. Vorbei am Rathaus fahren wir zum Ortsende. Hier beginnt ein neuer schön angelegter Radweg. Links sehen wir einen der letzten Hopfengärten im Gebiet. Er erinnert an die lange Tradition die der Anbau dieser Pflanze und die Herstellung des Volksnahrungsmittels Bier hier hat.
Rechts erhebt sich der Hienberg. Etwas im Hang liegt der Weiler Au. Links sehen wir den bewaldeten Hügel des Alten Rothenberges.
Vor uns spannt sich ein Bauwerk moderner Zeit über den Talraum. Die Talbrücke bei Schnaittach ist mit einer Gesamtlänge von 1288 m die zweitgrößte Brücke Bayerns.
Der Radweg führt uns bis zum Feuerwehrhaus des Marktes Schnaittach. Eine Übersichtstafel gibt hier einen Überblick über die Übernachtungsmöglichkeiten und Gastronomie der Umgebung. Witzig ist der auf Knopfdruck auftauchende Leuchtdiodenpfad zum Ziel.
Über die Bayreuther Straße fahren wir in den Marktplatz von Schnaittach (km 17,5) ein. Nach einer evt. kurzen Rast verlassen wir ihn durch den Torbogen neben dem Rathaus. Gleich dahinter nach links und an der nächsten Kreuzung wieder links (Poststraße). An der Nürnberger Straße geht es nach rechts weiter. Wer das jüdische Museum besuchen will, muss hier nach links und dann den Wegweiser nach rechts folgen.
Vorbei am Bürgerweiher und danach links in die Erlenstraße. Wir verlassen Schnaittach. Die Umgehungsstraße wird gequert und fahren auf dem Weg gegenüber nach rechts und dann in links in einen asphaltierten Feldweg.
Links wacht die Feste Rothenberg über das Schnaittachtal.
Ein kurzes Stück, wir queren die Bahngleise und sind in Rollhofen (19,6 km). Wir folgen den Wegweisern durch den Ort. Wir passieren das Kriegerdenkmal, queren die Hauptstraße und fahren immer geradeaus bis wir den Ort verlassen. Rechts begleiten uns die Gleise der Nebenstrecke Lauf - Simmelsdorf. Das Bahngleis queren wir an einem unbeschrankten Bahnübergang und fahren jetzt nach rechts weg.
Erst durch ein Waldstück, dann geht es über Felder und Wiesen, bis wir am Ortsrand den Friedhof von Neunkirchen (km 22,1) erreichen. Weithin fällt die Kirche des Ortes auf. Die ehemalige Kirchenburg mit den eigenartigen angeordneten Kirchtürmen stellt eine baugeschichtliche Besonderheit dar. Wir fahren zur Hauptstraße vor und biegen in Richtung Lauf ab.
Die Fahrt geht mit der Hauptstraße jetzt bergauf und nach einer Bushaltestelle auf der linken Seite nach links (Wegweiser für Radler) in die Sandstraße und weiter in die Erlenstraße. Über Wohnstraßen erreichen wir eine Unterführung der Bahnlinie Nürnberg - Bayreuth und wenden uns nach der Unterquerung erst ein Stück geradeaus bis zum Zaun der Kranbaufirma FAUN und dann nach rechts. Wir fahren immer am Firmengeländes entlang, bis wir an seinem Ende in einen anderen Radweg einmünden.
Wir haben den Fünf-Flüsse-Radweg erreicht. Folgen wir ihn nach links gelangen wir über Ottensoos, Henfenfeld nach Hersbruck, rechts erreichen wir über Lauf, Rückersdorf schließlich Nürnberg.
Das Logo des Gräfenberg-Radweges weist uns den Weg zum Parkplatz Pegnitzwiesen beim Laufer Wenzelschloß (km 26,9). Über die Weigmannstraße gelangt man von dort bergauf zum Bahnhof Lauf links. Ab hier kann das Rad wieder in die S-Bahn verladen werden.