Auf den Spuren der Goldenen Straße
Radwanderung von Amberg nach Nürnberg

Die Tour führt von Amberg über die alte Herzogstadt Sulzbach, durch das Högenbachtal, vorbei an Hersbruck und Lauf nach Nürnberg. Wir folgen den Spuren der goldenen Straße, die einst Nürnberg mit Prag verband. Die Strecke ist Teil des Fünf-Flüsse-Radweges, das Logo weist uns den Weg. Die Gesamtlänge der Tour beträgt ca. 71,6 km (ohne Abstecher), wir sollten dafür eine Fahrzeit von etwa 4 Stunden veranschlagen.

Amberg - Pommelsbrunn

Karte01
























Mit der R4 / R3 erreichen wir vom Nürnberger Hauptbahnhof aus zügig den Bahnhof in Amberg. Vor dem Bahnhofsgebäude verläuft die Ringstraße um die Altstadt. Wenn wir es eilig haben, können wir gleich nach rechts den Radweg nehmen und sind nach einigen hundert Meter an der Sulzbacher Straße, mit der wir Amberg in westlicher Richtung verlassen.
Aber das hat Amberg nicht verdient. Für eine kleine Ehrenrunde sollten wir uns schon Zeit nehmen. Wir queren die Ringstraße an der Ampel und fahren gegenüber in die Bahnhofstraße. Wir biegen aber gleich wieder links in die Straße „Hinter der Mauer“. Wir folgen dem Verlauf der Straße und treffen auf das Nabburger Tor. Wir fahren durch und nach dem Stadtgraben gleich wieder rechts auf den Radweg. Ein Stück geht es entlang der Stadtmauer bis wir nach ca. 200 Meter mit einem Fußgängersteg den Graben wieder queren können. Mit der Baustadelgasse fahren wir bis zur nächsten Kreuzung und biegen wir dort beim Stadtmuseum nach links ab. Geradeaus führt uns jetzt die Zeughausstraße an die Vils. Vorbei geht es am ehemaligen Schloß, in dem jetzt das Landratsamt Amberg-Sulzbach seine Räume hat. An der Vils können wir links zur Stadtbrille sehen. Wir fahren nach rechts in die Schiffgasse und radeln an der mächtigen St. Martinskirche vorbei. Hinter der Kirche biegen wir nach links zum Marktplatz mit seinem gotischen Rathaus ab. Wir fahren wieder in Richtung Vils und halten auf die rechte Ecke des Marktplatzes zu. Mit der Krambrücke queren wir den Fluß. Gleich danach verlassen wir über die Fleischbankgasse das geschäftige Treiben der Einkaufsstraße. Mit der Apothekergasse und Schulgasse erreichen wir den Schrannenplatz mit dem Stadttheater. Die Vilsstraße bringt uns an das Vilstor. Vor dem Tor fahren wir rechts und sind an der Mühlgasse. Wir lassen den Mauerring hinter uns und sind wieder an der Ringstraße. Hier heißt es aufpassen ! Mehrere Wegweiser mit dem Fünf-Flüsse-Logo treffen hier aufeinander. Uns interessiert nur die Geradeausrichtung. Wir fahren über die Ringstraße (0,0 km) und mit dem Radweg entlang der Sulzbacher Straße ortsauswärts.

Karte01
Wir passieren die Industrieanlagen der Luitpoldhütte AG (2,18 km) am Ortsende von Amberg. Gleich dahinter beginnen  die zusammengewachsenen Orte Witzlhof  (3,33 km) und Traßldorf. Nach Traßldorf (4,11 km) sollten wir einen Blick zurück nach Amberg werfen. Der nächste Ort ist Poppenricht und schließlich gelangen wir nach Sulzbach-Rosenberg (6,90 km). Die Amberger Straße führt uns in den Ort hinein. Nach der Unterquerung des Bahngleises zweigen wir nach links in die Fürstenmühlstraße ab. Die Maxhütte (8,89 km) mit seinen gewaltigen Industrieanlagen rückt in das Blickfeld. Uns schickt der Wegweiser nach rechts und wieder an die Hauptstraße, der wir nach links folgen (Radweg !). Wir bleiben immer an der Hauptstraße. Erst wenn wir an der großen geschotterten Fläche des Dultplatzes (10,65 km) vorbeigefahren sind, biegen wir hinter dem Platz links ab. Wir fahren geradeaus, queren den Sulzbach und biegen schließlich in die Breslaustraße nach rechts ab. Immer das Bahngleis links neben uns fahren wir durch den Ort. Vom Bahnhof (11,94 km) aus hat man einen herrlichen Blick auf das Schloß und die Marienkirche der alten Herzogstadt Sulzbach. Wer einen Abstecher in die Altstadt macht, sollte sich unbedingt den Rückweg merken und nicht anderen Radwegweisern in der Innenstadt folgen. In der Innenstadt von Sulzbach verläuft noch eine weitere Route des Fünf-Flüsse-Radweg und die Tour vom „Vom Schwarzen Berg zum Weißen Berg“.


Karte02

Nach dem Postgebäude knickt die Straße nach rechts. Gleich danach biegen wir links ab und fahren bergauf. Mit einer Brücke queren wir die Bahnlinie und biegen rechts ab.
Über die Wilhelm-Sträubig-Straße fahren wir ortsauswärts nach Kempfenhof. Die Straße führt nach einer Steigung abwärts nach Kempfenhof (14,06 km) hinein. Hier bitte Vorsicht! Der Wegweiser schickt uns schon nach den ersten Häusern im 90 Grad- Winkel nach rechts. Ein Feldweg führt uns zur Verbindungsstraße nach Kauerhof (14,72 km). Hier geht es rechts vor zum schon sichtbaren Ort. Nach längeren Regenperioden oder zur Erntezeit können wir den Feldweg meiden und auch direkt über Kempfendorf auf die Verbindungsstraße fahren.

In Kauerhof fahren wir bergauf zur nächsten Einmündung. Hier biegen wir rechts und hinter dem Gasthof nach links ab.
Eine kaum befahrene Straße führt uns vorbei an den Weilern Unter - (17,20 km) und Obermainshof (17,98 km). Bei Schönlind (19,55 km) queren wir die Europäische Wasserscheide, hier teilen sich die Einzugegebiete Von Rhein und Donau. Das Wasser links von uns fließt ins Schwarze Meer, alle Gewässer rechst von uns gelangen in die Nordsee. Nach Neukirchen (21,21 km) geht es abwärts.

Im Ort biegen wir nach links in die Hauptstraße. Links kommen wir zunächst an der evangelischen Kirche vorbei. Sehenswert die Fresken mit Wappen der ansässigen Adelsfamilien. Fast am Ortsende taucht dann rechts die katholische Kirche auf. Dahinter schickt uns der Wegweiser nach rechts. Erst fahren wir über Ortsstraßen und dann mit einen Feldweg in ein schönes Wiesental. Dieser endet zunächst an einer Straße. Setzt sich aber nach rechts um ca. 300 Meter versetzt wieder in gerader Richtung fort. In Etzelwang (24,94 km) fällt der Blick zunächst auf die moderne katholische Kirche rechts oben im Hang. Erst im Ort ist die jetzt evangelische Pfarrkirche zu sehen. Interessant ist sie, weil sie eine der wenigen Kirchen ist, die während der Zeit des Simultaneums entstanden sind. Ab Etzelwang müssen wir auf der Straße bleiben. Nach dem Feuerwehrgerätehaus biegen wir nach links ab. Über Lehendorf (26,49 km), Lehenhammer (27,12 km) und Oed (28,86 km) erreichen wir in Weigendorf (29,89 km) die Bundesstraße 14. Wir biegen nach rechts ab. Gleich nach der Ampel können wir gegenüber einen Parallelweg benutzen. Mit einer Brücke queren wir die Haunritz. Hartmannshof (30,75 km) ist bald erreicht. Wir sind im Landkreis Nürnberger Land angekommen. Hartmannshof ist von den Kalksteinbrüchen oberhalb des Ortes geprägt. Es befindet sich aber auch die bekannte Ausgrabungsstätte Hunas in unmittelbarer Nähe und die Blockschutthalden an den Berghängen nach dem Steinbruch sind ein besonders geschützter Extremstandort gefährdeter Tiere und Pflanzen.


Am Ortsende Hartmannshof beginnt auf der linken Seite ein Radweg. Immer entlang der Bahnlinie führt er uns nach Pommelsbrunn (34, 39 km). Mit der Arzloher Straße unterqueren wir die Bahn. Unsere Tour geht hier gleich wieder nach links. Für einen Abstecher in den Ort mit der ehrwürdigen Laurentiuskirche, dem Richterhaus und dem liebevoll zusammengetragenen Heimatmuseum sollten wir uns aber Zeit nehmen.

Im Industriegebiet Hohenstadt (36,87 km) treffen wir auf den Pegnitztalradweg, der von rechts aus hinzukommt. Wir fahren nach links und queren mit einer Brücke die Kraftfahrstraße.


Pommelsbrunn - Lauf

Rechts vor uns schauen wir bereits auf Hersbruck, links über uns die Houbirg mit ihren steinzeitlichen Festungswällen. Wir kreuzen die Straße Hohenstadt - Happurg und fahren auf der anderen Seite in einen Parkplatz hinein. Gleich danach biegt der Radweg im 90-Grad-Winkel in eine Unterführung ab (Aufpassen Gegenverkehr !!!). Über eine Holzbrücke fahren wir auf den Baggersee bei Happurg (38,92 km), einen im Sommer beliebten Badesee, zu. Wir kreuzen die Zufahrt zum Baggerseeparkplatz und fahren immer entlang der B14 dahin. Rechts über die Wiesen hinweg sehen wir das Gelände des Segelflugplatzes bei Hersbruck. Manchmal hat man das Glück, hier Heißluftballons beim Start zuschauen zu können.

Karte03

Der Radweg mündet in eine Ortstraße ein und wir sind in Hersbruck (40,72 km). Wir fahren links und kurze Zeit später unter der Hochbrücke der Kraftfahrstraße hindurch. In der Happurger Straße führt rechts ein Radweg entlang. An der Schule vorbei kreuzen wir den Chotieschauer Weg (Aufpassen !) und fahren gegenüber abwärts und nach links unter der Flutbrücke hindurch. Auf der anderen Seite geht es nach rechts (Eisenbahnweg). Am Radwegende biegen wir nach links ab und fahren geradeaus in die weiten Pegnitzwiesen hinaus. Bei einer Holzbrücke (41,87 km) weist uns ein Wegweiser den Zugang zur historischen Altstadt von Hersbruck mit dem berühmten Hirtenmuseum.

Wir fahren kerzengerade mitten in den Wiesen auf einen Flurweg dahin. Der Weg biegt kurz vor der Bundesstraße 14 nach rechts ab.

Karte04

Der nachfolgend rot markierte Text ist wegen der Sperre der Bahnunterführung in Ottensoos bis Ende 2008 nicht relevant.

Hier heißt es aufpassen ! Am folgenden Abzweig nicht aufwärts fahren, sondern unterhalb der Böschung bleiben. Wir folgen der Wegweisung nach Henfenfeld. Es geht kurz danach links unter der Umgehungsstraße hindurch und auf der anderen Seite über eine Holzbrücke. Links bgleitet zuerst die Pegnitz und später ein rekultivierter Altwasserarm. In einigen Bögen führt uns der Radweg bis kurz vor Henfenfeld. Bei einer Bahnunterführung endet der Radweg und wir fahren auf die Straße. Nach der Bahnunterführung geht es aufwärts. Bei unserer Tour biegen die nächste Straße im Ort rechts ab. In Henfenfeld (44,82 km) gibt es eine gut erhaltene Burg und eine gotische Kirche zu sehen. Dazu muss der Hauptstraße noch ein Stück aufwärts gefolgt werden.


Wir fahren mehr oder weniger geradeaus mit den Wegweisern bis ans Ortsende Henfenfeld.

Am Wasserhaus finden wir eine Trinkwasserzapfstelle. Neben der Bahnlinie führt uns der Radweg bis zur Verbindungsstraße Rüblanden - Ottensoos. Hier biegen wir rechts ab. Auf der Straße fahren wir nach Ottensoos (48,67 km) hinein. Vorbei an der Brauerei, an Rathaus und der St-Veit-Kirche bis wir nach rechts in die Hans-Pirner-Straße einbiegen.

Wir könnten hier auch geradeaus nach Lauf weiterfahren. Diese Strecke ist aber vor allem an Werktagen ein beliebter Schleichweg für Pendler und daher dann nicht für eine gemütliche Radtour geeignet.


Unsere Fahrt führt uns wieder zur Bundesstraße 14 zurück. Beim Gewerbegebiet Ottensoos (50,29 km) halten wir uns links und fahren den Radweg in Richtung Nürnberg.

Streckenführung während der Baumaßnahme:

Nach Querung der Pegnitzwiesen bei Hersbruck fahren wir bergauf zur B14 hoch und queren mit der Straße (Radweg) die Pegnitz. Bei Altensittenbach geht es im 90 Grad- Winkel nach links und geradeaus nach Reichenschwand. In Reichenschwand selbst müssen wir auf die Fahrbahn. Wer dies nicht möchte, kann vor dem Ort nach rechts in das Gewerbegebiet "Ziegelei" abbiegen und nach Unterquerung des Bahngleises in einer Parallelstraße fahren.

Am Ortsende Reichenschwand beginnt wieder ein Radweg, der uns geradeaus zum Gewerbegebiet Bräunleinsberg bringt, hier treffen wir wieder auf den Fünf-Flüsse-Radweg.



Lauf - Nürnberg

Karte04
Vorbei am Gelände der Faunwerke kreuzen wir die Autobahn. Nach dem Tunnel des Zubringers geht es nach links in Richtung Lauf (53,26 km). Der Faunweg mündet in die Neunkirchener Straße, hier biegen wir links ab. An der Ampel vorne beginnt wieder ein Radweg hinein in den Ort. Bei einer Fussgängerampel am Ortseingang queren wir die Durchgangsstraße, biegen rechts ab und fahren nach dem Einkaufsmarkt bergabwärts nach links. Bitte aufpassen, auch aus der Gegenrichtung kommen Radler! Rechts halten! Unten angekommen bringt uns eine Holzbrücke über die Pegnitz. Mit der Pegnitz fahren wir in weiten Mäandern über die Talaue. Bei einem Parkplatz finden wir schließlich einen Wegweiser der uns die Zufahrt in die Altstadt zeigt. Der Weg nach Nürnberg geht hier geradeaus vorbei. Rechts auf einer Insel das Wenzelschloß (54,78 km). Auf der anderen Seite geht es im Zickzack durch eine Häuserschlucht hoch zur Altdorfer Straße. Dort fahren wir rechts. Bei der nächsten Einmündung können wir nach rechts einen Abstecher zum Wenzelschloß machen.

Karte06Nach links in die Siebenkeesstraße führt uns die Wegweisung aufwärts in einen verkehrsberuhigten Bereich. Immer geradeaus an der Pegnitz entlang, die wir immer wieder durch Häuserlücken hindurch rechts unten fließen sehen können.

Für einen Besuch des Industriemuseums müssen wir auf den Abzweig „Am Steg“ (55,17 km) achten. Dort abwärts und die Pegnitz queren auf der anderen Seite geht es nach rechts.

Zurückgekehrt schickt uns der Wegweiser an der Brücke West nach rechts über die Pegnitz. Drüben auf der anderen Seite fahren wir mit der Ampel über die Fussgängerfurten nach links. Der Radweg entlang des Steatitwerkes führt uns zum Ortsende Lauf. Wir queren die Pegnitzstraße und fahren in ein Tunnel hinunter. Gleich dahinter rechts. Schnell geht es auf den asphaltierten Radweg hinüber nach Rückersdorf (57,56 km). Am Ortsbeginn fahren wir zunächst mit einer Straße geradeaus weiter. Weiter im Ort geht es auf einen Radweg. Über die Schloßgasse könnten wir einen kurzen Abstecher zum ehemaligen Tucherschloß (58,33 km) machen, in dem das Heimatmuseum untergebracht ist. Der Brunnen bei der Kirche gibt Trinkwasser. Und vor dem Metzger und Bäcker findet sich eine gute Rastmöglichkeit.


Am Ortsende von Rückersdorf öffnet sich nach links der Blick hinüber nach Röthenbach. Kurze Zeit später fahren wir in ein Waldstück. Zuerst nur links und dann auf beiden Seiten beginnen die Häuser von Behringersdorf (61,29 km). An der Kreuzungsampel müssen wir auf die Straße nach links abbiegen und fahren abwärts. Vorbei radeln wir an der Kapelle und dem Herrensitz der Familie Tucher (62,04 km). Verdeckt hinter einer Sandsteinmauer setzt sich der Radweg nach links fort. Wir fahren über eine offene Wiesenfläche und queren die Pegnitz. In Schwaig treten wir bergauf wir bis zu einer Kreuzungsampel. Hier geht es nach rechts in die Parkstraße vorbei am frisch
Karte08renovierten Herrensitz (62,79 km). Zwei Einmündungen später schickt uns ein Wegweiser in die Mustleitenstraße hinunter. Der Ortsteil Malmsbach (63,64 km) ist mit Schwaig zusammengewachsen. Ein schöner Dorfplatz, einige ältere Bauernhäuser und die Reste des Herrensitzes erinnern noch an das Dorfleben vergangener Tage.




Wir queren den Platz und fahren auf der anderen Seite weiter. Die Straße geht in einen Feldweg über und unterquert die Autobahn. Wir sind jetzt im Stadtgebiet Nürnberg. Der Radweg verläuft durch das Museumsdorf Hammer (65,04 km), passiert das verfallene Wasserschloß in Oberbürg (66,21 km). Vorbei am Langseebad erreichen wir den Wöhrder See (71,59 km) und die Innenstadt.